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Das True Transmission Cable TTC-PRO wurde primär für den professionellen Einsatz entwickelt. Aber auch im privaten Bereich kann dieses Kabel entscheidend zum perfekten Klangerlebnis beitragen. Eine klanglich-technische Optimierung!

Es spiegelt exakt die Realität einer Aufnahme wieder. Schwächen in der heimischen HiFi-Anlage wird es nicht verdecken und auch persönlichen, geschmacklichen Preferenzen kann es nicht folgen. Ihr Urteil ist entscheidend!

Stockfisch-Shop

TRUE TRANSMISSION CABLE

Lautsprecherkabel
TTC-PRO


Kabel Stereo-Set zu je 3m
SFR300.3011.0

  


Lautsprecherkabel TTC-PRO, 3m





Detailansicht Plugs





TTC-PRO Paar





TTC-PRO, 3m, im Case mit Broschüre





TTC-PRO im Stockfisch-Studio





TTC-PRO Verpackungseinheit





TTC-PRO Anschluss-Schema




WEB / shop

Stockfisch Lautsprecherkabel TTC-PRO

Bei Lautsprecherkabeln gibt es eine Vielzahl von Ausführungen und Meinungen über die optimale Konfiguration. Um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, sollte man einen Seitenblick auf erprobte Lösungen in anderen technischen Bereichen werfen. In der professionellen Übertragungstechnik werden bevorzugt Koaxialkabel eingesetzt, um Verluste bei den hohen Frequenzen zu minimieren. In diesen Kabeln erfolgt der Energietransport durch ein elektromagnetisches Feld, das vollständig zwischen dem Innenleiter und dem umhüllenden Außenleiter (Schirm) eingeschlossen ist. So werden Streufelder und induktive Komponenten minimiert. Die zugehörige Leitungstheorie ist sehr übersichtlich und auch in der Praxis ergeben sich nahezu ideale Verhältnisse: Koaxialkabel sind sehr breitbandig und sorgen für die zeitrichtige Übertragung der Signale.

Wie sieht nun die Situation bei den Lautsprecherkabeln aus? Im Allgemeinen werden Zweifachlitzen mit großen Durchmessern oder aus Mehrfachlitzen gefertigte Kabel verwendet. Bei diesen Kabeln breitet sich ein Teil des elektromagnetischen Feldes in den Außenraum aus. Das erhöht den induktiven Anteil der Kabelimpedanz und bewirkt neben Leitungsverlusten bei den hohen Frequenzen auch frequenzabhängige Laufzeiten (Dispersion), die den zeitlichen Signalverlauf verformen. Die höherfrequenten Signalkomponenten treffen verspätet ein und können von den niederfrequenteren Anteilen des Signalspektrums verdeckt werden.

Untersuchungen des Zeitverhaltens von konventionellen Kabeln offenbaren die Verformungen bei steilflankigen Signalübergängen (Transienten). Die Effekte liegen kabelabhängig im Prozentbereich, sie können aber größere gehörmäßige Auswirkungen haben als gleichgroße nichtlineare Verzerrungen (Klirrfaktor, Intermodulation etc.). Die verursachten Signalfehler beeinträchtigen nicht nur die Transparenz komplexer Signalstrukturen, sie haben auch physiologische Auswirkungen. Unser Gehör betreibt nämlich ständig Mustererkennung und interessiert sich insbesondere für transiente Signalstrukturen (Knacken, Knistern etc.). Sie werden mit abgespeicherten Geräuschmustern verglichen und auf ein mögliches Gefahrenpotenzial hin analysiert. Dieser Prozess ist seit Urzeiten genetisch bei uns angelegt und kann überlebenswichtig sein. Deshalb ist er auch ständig aktiv und läuft unterbewusst ab. Verfälschte akustische Informationen irritieren und belasten den Erkennungsprozess und können auf Dauer Ermüdungs- und Lästigkeitserscheinungen auslösen. Die zeitrichtige Wiedergabe komplexer Signale, insbesondere von schnellen zeitlichen Änderungen, ist also wichtig für ein ermüdungsfreies und entspanntes Hören.

Eine weitere physikalische Besonderheit, die bei allen stromdurchflossenen Leitern auftritt, ist der Skineffekt. Er kennzeichnet die frequenzabhängige Eindringtiefe des elektrischen Feldes in den Leiter und damit die Verteilung der Stromdichte im Leiterquerschnitt. Bei Gleichstrom und Wechselstrom mit niedrigen Frequenzen findet die Stromleitung homogen im gesamten Leiter statt. Mit steigender Frequenz wird sie jedoch immer mehr an die Leiterperipherie verdrängt. Dieser Effekt macht sich auch schon bei den höheren Audiofrequenzen bemerkbar. Für Leiter aus Kupfer beträgt die Eindringtiefe bei 20 kHz nur noch etwa 0,5 mm. Das bedeutet, dass die Stromdichte 0,5 mm unter der Leiteroberfläche bereits auf fast ein Drittel abgesunken ist. Zur Leitermitte hin nimmt sie weiter exponentiell ab. Um frequenzunabhängige Stromleitungsverhältnisse im gesamten Audiobereich zu erreichen, sollte der Leiterdurchmesser weniger als 1 mm betragen. Es ist also besser, dünne statt dicke Leiter zu verwenden. Litzen, also Bündel mit vielen dünnen, nicht voneinander isolierten Adern, verbessern die Situation nicht. Sie verhalten sich ähnlich wie ein dicker massiver Leiter, da bei den höheren Frequenzen wegen des Skineffekts hauptsächlich nur die äußeren Adern leiten. Eine ausführliche Darstellung der Kabelthematik findet man bei [1].

Welche Konsequenzen ergeben sich nun aus den bisherigen Erkenntnissen? Zweifelsfrei verbessern Koaxialkabel auch im Audiobereich das Zeitverhalten, weil ihr induktiver Impedanzanteil geringer ist als bei anderen Kabelarten. Der Skineffekt legt nahe, Kabel mit dünnen massiven Innenleitern zu verwenden. Die Parallelschaltung mehrerer Koaxialkabel reduziert die Verluste weiter und bietet ausreichende Reserven für die Übertragung großer Leistungen.

Hörvergleiche mit unterschiedlichen Kabeln haben den klanglichen Vorteil derartig konfigurierter Kabel bestätigt. Insgesamt ergibt sich ein transparenteres und homogeneres Klangbild mit verbesserter Lokalisierbarkeit und eindrucksvoller räumlicher Darstellung. Es ist aber noch ein weiterer Effekt zu berücksichtigen, wenn Koaxialkabel als Lautsprecherkabel eingesetzt werden. Idealerweise werden Koaxialkabel an beiden Enden mit der spezifischen Kabelimpedanz abgeschlossen, die üblicherweise 50 – 75 Ω beträgt. Dadurch werden Signalreflexionen unterbunden, die Signalverfälschungen ergeben können. Beim Betrieb als Lautsprecherkabel herrschen jedoch andere Verhältnisse: Verstärker mit einem hohen Dämpfungsfaktor weisen extrem niedrige Ausgangsimpedanzen auf, und auch die Lautsprecherimpedanzen bleiben weit unter der spezifischen Kabelimpedanz. Diese Abschlussbedingungen führen zu einer Fehlanpassung des Koaxialkabels mit den damit einhergehenden Signalreflexionen und Signalverformungen. Dadurch kann das Kabel einen vom Verstärker und Lautsprecher abhängigen Eigenklang bewirken.

Was kann man nun tun, um diesen Effekt zu unterbinden oder zumindest zu dämpfen? Eine sehr wirksame Möglichkeit ist die Parallelschaltung einer Leitung mit etwas abweichenden Eigenschaften, die einen Teil der Stromleitung übernimmt. Dadurch wird die Ausbildung von Reflexionen behindert, und das Kabel verhält sich weitgehend neutral. Die zusätzliche Leitung muss sorgfältig abgestimmt werden, um einen optimalen Effekt zu erreichen. Für das TTC-PRO wird sie speziell von einem renommierten Kabelhersteller angefertigt. Diese Leitung ist weiterhin so dimensioniert, dass der Gesamtwiderstand des Kabels extrem niedrig ausfällt. Dadurch ist die Kopplung zwischen dem Verstärker und dem Lautsprecher so direkt, als wäre das Kabel nicht vorhanden. Der Verstärker scheint in den Lautsprecher integriert zu sein. Eine weitere Verbesserung bringt der Einsatz eines Basaltgewebes als Kabelummantelung. Die magnetisch wirksamen Bestandteile bewirken eine weitere Dämpfung störender Kabelreflexionen.

Das TTC-PRO wurde auf Basis der zuvor dargestellten Erkenntnisse entwickelt. Die Verwendung von Koaxialleitern ergibt eine nahezu perfekte Signalführung. Der Skineffekt ist aufgrund der optimierten Ausführung im gesamten Audiobereich vernachlässigbar. Durch Parallelschaltung mehrerer Koaxialleiter ist das Kabel sehr verlustarm und der vergrößerte Leiterquerschnitt bietet ausreichende Reserven für die Übertragung großer Leistungen. Durch die spezielle Signalführung und die magnetisch aktive Ummantelung ist das Kabel weiter perfektioniert.

Last but not least: Beim TTC-PRO werden Gummihülsen als Kabelendstücke eingesetzt, um Klapper- und Vibrationsgeräusche an der Lautsprecherrückwand zu verhindern, die sonst mit Holz- oder Metallteilen auftreten können, und die Anschlusslitzen wurden so kurz ausgeführt, dass sie die guten Kabeleigenschaften nicht beeinträchtigen.

Die positiven Auswirkungen aller dieser Maßnahmen sind überzeugend und wurden durch aufwendige Hörvergleiche mit vielen Lautsprecher-Verstärker-Kombinationen bestätigt. Das TTC-PRO behauptete in allen Fällen seinen Vorsprung. Ein guter Indikator für die Kabelqualität ist die verminderte oder fehlende Lästigkeit beim Langzeithören, auch mit höherer Lautstärke. Es kann dann sogar das Bedürfnis entstehen, noch lauter zu hören, um weitere Details zu entdecken, die mit anderen Kabeln nicht wahrgenommen wurden.

Mit dem TTC-PRO hat man vielleicht zum ersten Mal den Eindruck, dass einfach alles stimmt. Manche störende Effekte, die bisher als Eigenarten der Lautsprecher und Verstärker in Kauf genommen wurden, sind nun verschwunden. Der Raumeindruck und die vermittelte Präsenz und klare Konturierung der Klangquellen sind beeindruckend. Der Anschlag eines Flügels ist so authentisch, dass das Instrument plastisch im Raum zu stehen scheint. Wenn man die Augen schließt, kann man ein privates Konzert erleben. Solisten erlebt man quasi live, fast zum Anfassen. Das Klangbild ist wegen der präzisen Impulswiedergabe nie harsch, sondern bleibt immer filigran und differenziert. Streichinstrumente rücken auch in den hohen Tonlagen nicht nach vorn, sondern bleiben an ihrer räumlichen Position im orchestralen Verbund. Bei Chören ist die Textverständlichkeit verbessert und die einzelnen Stimmen sind klarer gegeneinander abgesetzt. Auch scheinbare Intermodulationseffekte, die durch Wechselwirkungen von Stimmen und Instrumentenklängen verursacht werden können, fehlen. Wenn man die Hörerlebnisse mit einem Wort beschreiben wollte, dann wohl am Treffendsten als ‚wahrhaftig‘.

[1] The Essex Echo 1995. Hawksford: Electrical Signal Propagation & Cable Theory